Liniker e os Caramelows

Präsentiert vom Club Bahnhof Ehrenfeld

Die Musik von Liniker e os Caramelows kennt keine Grenzen, weder geographische, sprachliche noch musikalische. Nach ihrer ersten EP „Cru“ von 2015 sind sie durch ganz Brasilien getourt, mit ihrem Debütalbum „Remonta“ (2016) auch durch Nordamerika und Europa. Mit ihrer Mischung aus Soul und modernen brasilianischen Sounds sind sie bei South by Southwest (SXSW), Womad, Primavera Sound und Summerstage NYCaufgetreten und haben für [NPR ein Tiny Desk Concert gespielt. 2019 will die Band mit ihrem zweiten Album „Goela Abaixo“, das am 22. März, 2019 digital, im Eigenvertreib und ohne Label erschien, noch weiter gehen.

Das Album entstand unterwegs: Zwischen 2016 und 2018 ist die Band in mehr als 20 Ländern aufgetreten. Trotzdem ist die Musik sehr intim – die Innenansicht einer Band, die reift. „Der Sound soll atmen, zum wilden Tanzen einladen, und trotzdem sollen die Songs ein Ziel vor Augen haben“, sagt Singer-Songwriterin Liniker Barros.
Das Album hat Bassist Rafael Barone produziert, die ersten Singles wurden 2018 veröffentlicht. „Lava“ (produziert von Barone und Mauricio Fleury) wurde im Estúdio Canoa in São Paulo aufgenommen und unterscheidet sich durch den stark hörbaren Einfluss von nordafrikanischer und zentralamerikanischer Musik von älteren Songs der Band, wobei Brasilien der Ankerpunkt bleibt. Zum Song „Calmô“ (aufgenommen in den Berliner Philophon-Studios ) gibt es ein Musikvideo, in dem die Geschichte zweier verliebter Frauen erzählt wird, die sich einander ergeben und zusammen viele Orte bereisen.

In Berlin entstand auch der Song „Beau“. Die Textur ist von Klängen der Sechziger beeinflusst (wie einer äthiopischen Orgel) und wurde mit Hilfe der ghanaischen Sängerinnen Florence Adooni und Lizzy Amaliyenga aufgenommen.
„Goela Abaixo“ ist auch eine Rückkehr zu „Cru“ (2015). Die drei Songs der EP hatte die Band einst im Wohnzimmer des Gitarristen William Zaharanski in Araraquara aufgenommen. Diesmal verwandelte sie die Wohnung des Drummers Pericles Zuanon in ein Studio und nahm dort „De Ontem“, „Boca“ und „Goela“ auf. Den starken Refrain von „Goela“ haben die Sängerinnen Josyara, Juliana Strassacapa, Ayiosha Avellar, Natália Nery, Grasielli Gontijo, Tássia Reis, Mel Gonçalves und Lina Pereira sowie Bandmitglied Renata Éssis eingesungen.

„’Goela Abaixo’beschwört den Mut unserer Vorfahren und hat eine dringende Botschaft“_, sagt Liniker, die auch ihre eigene Wohnung für Aufnahmen bereitgestellt hat. So entstanden „Intimidade“, ein samtener Song als Duett von Liniker und Fernando TRZ am Piano, und „Claridades“, ein bislang unveröffentlichtes Lied von Giovani Cidreira mit dichtem Sound. „Wir wollten eine intime Stimmung erzeugen“, sagt Barone. „Im Aufgang stand ein Klavier, Liniker hat auf der Treppe gesungen“, berichtet er von den Aufnahmen.
Auch die Sängerin, Songwriterin und Produzentin Mahmundi aus Rio de Janeiro ist am Album beteiligt. Gemeinsam mit Liniker schrieb sie „Bem Bom“ und produzierte zusammen mit Barone den Song auch selbst.

“Amarela Paixão“ wurde in Lissabon im Estúdio da Estrela von Mallu Magalhães und Marcelo Camelo aufgenommen.
Der Opener „Brechoque“, „Textão“ und das von Barone und Caê Rolfsen produzierte „Gota“ runden das Album mit 13 Songs ab. „Goela Abaixo“ hat eine Botschaft: „Zusammen teilen und wachsen, zusammen atmen und singen“, sagt Liniker.
Auch die restliche Arbeit führte ein Team durch, das eng mit der Band verbunden ist: Die Songs aus Araraquara und Linikers Wohnung mischten Dré Guines und Rafaela Prestes ab, die auch ihre Konzerte betreuen. Das Cover fertigte die Künstlerin Domitila De Paulo eigens für das Album an.

Liniker e os Caramelows sind Liniker Barros (Gesang), Rafael Barone (Bass), Pericles Zuanon (Schlagzeug), William Zaharanszki (Gitarre), Renata Éssis (Backgroundgesang), Marja Lenski (Percussion), Fernando TRZ (Keyboard) und Éder Araújo (Saxofon).