Phela

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Vier Jahre sind seit PHELAs traumhaften Debüt vergangen, vier Jahre in denen die wilde Räubertochter auf viele Arten erwachsen wurde: als Poetin und Musikerin, als Frau und nicht zuletzt als Mutter. Und doch ist sie sie selbst geblieben, es ist noch die gleiche Träumerin, deren Lieder auf „Wegweiser“ aufblühen. PHELA sucht neue Wege, findet neue Sehnsuchtsorte und schenkt uns zeitlose, warme Popmelodien.

„Man sollte seinem Leben genug Räume zum Träumen geben, damit man immer wieder abtauchen kann“, sagt PHELA – und deshalb suchte sie sich für die Aufnahmen der neuen Lieder einen ganz besonderen Ort. In den Bergen von Teneriffa fand sie ein Haus, eine „Holzhütte“, wie PHELA es selbst beschreibt – dort wollte sie aufnehmen. Für fast drei Monate zog sie sich dorthin zurück, und für acht Tage kam ihre Band dazu: Gitarrist Òmar Gudjonsson, Tommy Baldu am Schlagzeug, Moritz Brümmer am Cello, Sound Engineer Jochen Etzel, als Produzent und Bassist Robert Laupert aka L‘aupaire und Thomas Harsem als Co-Produzent und ebenfalls am Bass.

Sie arbeiteten zusammen an den Liedern, die PHELA in den Monaten zuvor geschrieben hatte, während sie einen einzigartigen Blick über die Insel genossen, auf Vulkane und eine wilde Landschaft. Abgesehen von Hundegebell in der Ferne gab es nur sie, Stille und Natur. „Wegweiser“ ist in seiner Direktheit deswegen regelrecht echt, rau und roh geworden, nichts ist auf perfekten Klang getrimmt, oder poliert, bis kein Leben mehr darin steckt, sondern im Gegenteil: Es sind Popmelodien, die noch immer so atmen wie in dem Augenblick, in dem sie eingespielt wurden. Alle Lieder auf „Wegweiser“ sind zart und filigran. Ganz sanft, auch bei angezogenem Tempo, wenn man wie von selbst anfängt sich zu bewegen – was man erst bemerkt, wenn man schon den Refrain mitsingt. Diese Leichtigkeit ist auch der große Unterschied zum Debüt, in dem es viel um Liebe und Liebesleid gegangen ist, denn PHELA ist ein Stück erwachsener geworden, sie hat manches hinter sich gelassen – das Leiden ist dem Leben gewichen.

Obwohl es einerseits ganz klar die Stimme ist, die man von ihrem Debüt „Seite 24“ kennt, ist diese Stimme jetzt neu, anders: markant, ungeschliffen, gewillt, sich weder von außen formen zu lassen, noch sich anderen Vorstellungen zu beugen. „Wegweiser“ ist PHELAs zweites Debüt. Denn seine Stimme zu suchen, ist ein Prozess, der niemals endet. Im Frühjahr 2019 geht PHELA auf Wegweiser-Tour.