The WheelWalkers

The WheelWalkers
„Can’t Fake It 2018“
special guest: Richard Dooley

Nur wer ein ordentliches Wehwehchen oder ein gepflegtes Zipperlein vorzuweisen hat, kann ein echter WheelWalker werden. Anders ausgedrückt: Das Durchschnittsalter der Bandmitglieder liegt bei Ü50, und da macht sich der körperliche Verfall nun mal unweigerlich bemerkbar. Dafür hat man aber auch keine Flausen mehr im Kopf. Und deswegen geht es bei den WheelWalkers auch nicht um Selbstdarstellung und Attituden, sondern um Musik und nur um Musik! Hier will keiner mehr Popstar werden, hier wirft sich keiner in Pose.
Das Quartett aus Köln kommt ohne das übliche Getöse aus. Understatement ist Grundhaltung! Unprätentiös, gelassen, aber mit einem hell lodernden inneren Feuer präsentieren die vier gestandenen Männer auf ihrem Debüt »CAN’T FAKE IT« gepflegten Singer-Songwriter-Pop, der sich bei Beat, Swing, Blues, Country, Tango und Rock’n’Roll bedient. Jeder Song ist sein eigenes Genre, ein kleiner Roadtrip durch die Welt der unerfüllten Träume und enttäuschten Gefühle, der ›Boy meets Girl‹-Geschichten mit ungewissem Ausgang, eine Achterbahnfahrt, die man landläufig Leben nennt. Die Texte versprühen Charme, sind bissig, hintersinnig und voller ironischer Untiefen. Während die Musik lieb tönt, heißt es »There are times I feel lonely / like there’s a hole inside my soul / and no one ever cares for me / but I know that it’s only / ‘cause she turned away from me…« (aus: »Clouds Passing By«)
Und es wird von Song zu Song klarer: Die WheelWalkers spielen um des Spielens willen. Kein Schnickschnack, kein Gehabe, keine Grillen. Es geht um dieses grandiose Gefühl, wenn aus einer Bierdeckel-Idee ein Song geworden ist, der unseren Alltag, unser Leben spiegelt und uns dann da tief drinnen berührt. Und diese Kunst beherrschen die WheelWalkers. Texte mit Widerhaken, viel Ironie, »tongue in cheek«. Es geht um letzte Zigaretten, letzte Gefühle, Erinnerungen, die uns zwicken, Liebe, Lust, Hass, der sich nicht lohnt…
»I hate the way you walk / the way you talk / the way you listen / I hate the way you smile while telling lies…«. »Hate’s A Waste« stammt, ebenso wie die dreizehn anderen Kompositionen, aus der Feder von Oliver Hehemann, Band-Gründer, Sänger, Co-Produzent, Herz und Hirn der Truppe, die seit 2015 aktiv ist und mit zunehmender Spielpraxis auch auf die Bühne drängt.