Killing Exotism – Sounds against white supremacy

präsentiert von HUSH HUSH & dem CBE

mit freundlicher Unterstützung vom Kulturamt der Stadt Köln & Radio Cosmo

Eintritt frei!

Der Begriff des Exotismus beschreibt die verfremdende und exotisierende Bezeichnung und Markierung von Gruppen, Kulturen und Menschen anderer ethnischer Herkunft, um sie einerseits zum Objekt des Begehrens stilisieren zu können und sie andererseits klar auszugrenzen aus der „eigenen“, vermeintlich exklusiven Herkunftskultur.

Mit dem Aufkommen neuer Musikstile wie Afrotrap & Afrobeats und den neuen Einflüssen im Hip Hop durch Künstler wie Megaloh und seine Black Superman Gang (BSMG), Leila Akinyi oder Trettman und das im Hintergrund arbeitende Produzententeam Kitschkrieg, werden musikalische Bezüge und Klänge im „deutschen“ musikalischen Mainstream zunehmend populärer, die offen afrikanische Popmusik als Grundlage nutzen – auf die teilweise nur noch Raps in deutscher Sprache gelegt werden. Auch aus den USA stammende Musiker und Produzenten, wie beispielsweise die Band The Roots um Drummer Questlove oder auch Sängerin Erykah Badu, liessen sich bereits in den letzten Jahren von Künstlern, wie beispielweise Afrobeat-Ikone Fela Kuti inspirieren.

Statt wie vorher klar US-Bezüge als identitätsstiftendes Merkmal zu nutzen und somit in einem zwar afroamerikanisch inspirierten aber doch klar eingehegten weißen Mainstream zu operieren, beginnen die genannten Künstler zunehmend eindeutig afrikanische Musik und Kultur als identitätsstiftende Elemente in der Musik zu postulieren und lösen sich somit von der westlich-weißen Mainstreamkultur als Ausgangspunkt und Operationsfeld.

Im Kontext dieser Entwicklung möchten wir mit unserer Veranstaltung diskutieren, ob der Trend die Frage zulässt, ob der früher durch weiße Bildungseliten praktizierte Exotismus stirbt oder ob sich einfach neue Felder einer ausbeutenden Aneignungspraxis öffnen, denen es kritisch zu begegnen gilt.

Die Veranstaltung wird moderiert von Christian Werthschulte (WDR COSMO). Mit dabei sind außerdem Prof. Dr. Michael Rappe, Dozent für Musikgeschichte und Theorie der Populären Musik an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln, das afro-futuristische Duo Gato Preto sowie Kölns Lokalmatadorin Leila Akinyi. Letztere spielt im Anschluss an die Diskussion ein Konzert, bevor die Türen für die HUSH HUSH Party geöffnet werden. Auf dieser tritt der aufstrebende Londoner Afrobeats-Künstler RAMZ auf und beschließt somit die Veranstaltung.

Der Eintritt für die Podiumsdiskussion und das Konzert ist für alle Gäste kostenlos. Desweiteren erhalten alle Gäste die Möglichkeit auch die anschliessende HUSH HUSH Party kostenlos zu besuchen.

Timetable: (tbc)
20:00 Uhr – Einlass
21:00 Uhr – Beginn Podiumsdiskussion
22:00 Uhr – Konzert ‚Leila Akinyi‘
23:00 Uhr – Einlass Party (HUSH HUSH)
00:30 Uhr – Konzert ‚RAMZ‘